|
|
Vorwort von Dr. Dirk Plump
In diesem Jahr feiert die Firma W. Tiemann GmbH & Co.
ihr 100jähriges Bestehen. Die aus diesem Anlaß vorgenommene
Dokumentation der Geschichte des Unternehmens führte mich zurück auf die
Spuren meiner Familie. Seit
mehr als dreihundert Jahren ist die Kaufmannsfamilie Plump, heute in der
neunten Generation, in Bremen ansässig. Im norddeutschen Raum sind die
Plumps seit dem Mittelalter als Adelgeschlecht nachweisbar. Mein Vater
Johannes Hermann August Plump und sein Bruder Karl Gustav Plump traten die
Nachfolge des innovativen Firmengründers Carl Werner Tiemann an und
brachten damit den Geist alteingesessener Bremer Kaufmannsfamilien in das
zu jener Zeit noch junge Unternehmen W. Tiemann & Co..
Auf der Suche
nach der jahrhundertealten Vergangenheit der Familie Plump hatte mein Vater
viele Erbstücke, Bilder, Briefe, Fotos und andere Unterlagen zu einem Privatarchiv
zusammengetragen und sorgfältig verwahrt. Als wertvolles historisches Dokument
enthält die Sammlung die umfangreichen Memoiren der Therese Plump aus dem 19.
Jahrhundert. Sie war die Ehefrau meines Ur-Ur-Großvaters August Theodor Plump,
eines stark im bremischen Gemeinwesen engagierten Getreidekaufmanns. Im Sinne
der Familientradition führe ich das Privatarchiv Plump weiter, mit dem
Anspruch, die Geschichte meiner Familie und ihre unternehmerische Tätigkeit in
ihrer historischen Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft der Stadt Bremen
möglichst umfassend zu erschließen. Geprägt und angeregt vom Forschungsinteresse
meines Vaters kam ich während meiner Tätigkeit als Präses der Handelskammer
Bremen in Kontakt mit Dr. Lydia
Niehoff, die meinen Enthusiasmus bei der Beantwortung der Fragen nach der
Vergangenheit teilte. Das Plenum der Handelskammer übertrug ihr die Darstellung
der Geschichte der bremischen Kaufmannschaft in der Chronik der Handelskammer
Bremen. Zu den frühen Protagonisten der nachweislich 550jährigen Tradition der wirtschaftlichen Selbstverwaltung in Bremen gehörte der Fernhändler
und Eltermann der Kaufmannschaft Hinrich Plump. Die Suche nach seinen Spuren
mündete in einer gründlichen Archiv- und Literaturrecherche, die viele, bislang
unerforschte Aspekte der Geschichte meiner Familie, ihres ökonomischen und
sozialen Engagements in Bremen offenbarte. In der vorliegenden Chronik der
Familie Plump haben die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchung ihren Niederschlag
gefunden. Vor dem Hintergrund unserer fortgesetzten Forschungen versteht sich
dieses Werk ausdrücklich als historisches Forum, das durch weiterführende
Anregungen und Hinweise ergänzt werden soll. Eine bebilderte Version wird dem
interessierten Betrachter im Internet unter www.plump-chronik.de zur Verfügung
stehen.
Ich danke, auch im Namen von Dr. Lydia Niehoff, allen Personen und Institutionen, die auf
vielfältige Weise zur Chronik der Familie Plump beigetragen haben. Mein Dank
für das Interesse und die Unterstützung gilt den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern in der Handelskammer Bremen, insbesondere dem Archivar Holger
Bischoff und dem Bibliothekar Peter Gartelmann, im Staatsarchiv Bremen, insbesondere
Dr. Konrad Elmshäuser, Dr. Adolf E. Hofmeister und Jochen Vogel, im Museum für
Kunst- und Kulturgeschichte (Focke-Museum), in der Staats- und
Universitätsbibliothek Bremen und im Amtsgericht Bremen. Ebenso danke ich Dr.
Regina Rößner vom Niedersächsischen Staatsarchiv in Oldenburg und Dr. Christina Deggim vom Niedersächsischen Staatsarchiv in Stade sowie
Christel Rademacker vom Archiv Böttcherstraße. Herzlichen Dank auch an die
Mitglieder der St.-Jacobi-Brüderschaft und des Hauses Seefahrt, der MAUS
(Gesellschaft für Familienforschung), insbesondere Horst Klostermann und Karl
Weßling, sowie Dr. Hans-Christoph Hoffmann, der das Archiv der St.
Petri-Domgemeinde betreut. Ein besonderes Dankeschön richtet sich an Udo Immermann für die Hinweise auf das Rittergeschlecht Plump und Mechtild Schote für die familienhistorischen Auskünfte.
|
|